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Artikel der "Badischen Zeitung" vom 17. August 2010
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Wenn
Baumstämme fliegen 3000
Zuschauer feuerten die Teilnehmer der Highland Games in Prinzbach an / Lure-Wibli
siegten.
BIBERACH-PRINZBACH. Rund 3000 Zuschauer
mögen es gewesen sein, die sich am Samstag auf der großen Wiese neben
der Prinzbacher Kirche eingefunden haben, um die siebten Highland Games mitzuerleben.
15 Mannschaften kämpften in sieben schwierigen Disziplinen. Aber nur eine
konnte das magische Schwert mit nach Hause nehmen: die Lure-Wibli aus Schuttertal. Im
vergangenen Jahr war "Pipe Major" Stefan Himmelsbach mit seinen Prinzbacher
Dudelsackbläsern ins schottische Hochland gereist, um Anregungen für
das in den Schwarzwaldtälern ansonsten nicht alltägliche Spektakel zu
sammeln. Am Samstag leitete er nun wieder einen Mammutmarathon von fünf Stunden
härtester Disziplinen, den die teilweise furchterregenden Recken aus der
Ortenau zu meistern hatten. Erstmals dabei war ein Clan von weit her, die Mc Ni-Lis
aus dem Odenwald, die es allerdings nur auf den vorletzten Platz schafften. Ansonsten
alte Bekannte wie die Heiwenders aus Wittelbach, die Eckwaldpuper aus Unterharmersbach
oder die Mac Rotröcke aus Fußbach. Allen gemein war der Schottenrock. Traditionell
begannen die Wettkämpfe mit dem "Tuc-o-war", dem Tauziehen, gefolgt
vom "Tossing the caber", dem Baumstammwerfen. Als neue spektakuläre
Disziplin wurde dieses Jahr "Greet the Birds" eingeführt. Jeweils
der Schwindelfreieste eines Clans musste in Windeseile einen über zehn Meter
hohen Baumstamm hochkraxeln, sich auf die Spitze stellen, in Richtung schottischer
Fahne grüßen, einen Handstand und einen möglichst spektakulären
Abgang hinlegen. Gott sei Dank wurden die atemberaubenden Stunts von Alex Ihrig
vom Kletterpark Biberach gut gesichert. Größter
Beliebtheit erfreut sich das "Splashing your rival" oder einfach das
Sackschlagen. Auf einem Baumstamm über einem künstlichen See müssen
sich die Gegner mit nassen Säcken ins Wasser stoßen. Nach dieser Disziplin
war an dieser Stelle auch wieder die lokale Prominenz dabei. Bürgermeister
Hans Peter Heizmann schlug die Ortsvorsteher Klaus Beck und Wilhelm Christ sowie
Bruder Jeremias allesamt ins kühle Nass. Die gastgebenden Prinzbach-Highlanders
gaben natürlich auch wieder Kostproben ihres musikalischen Könnens und
die aus Bayern angereisten Lechfeld Highlander hatten ein schottisches Dorf aufgebaut
und in der Arena eine schauspielerische Performance abgeliefert. Hindernis-Parcours,
Stohballen-Weitwurf und das (menschliche) Schubkarrenrennen rundeten die Wettkämpfe
ab. Abends
im großen Festzelt konnte Major Stefan Himmelsbach das magische Schwert
an die Gewinner, die Lure-Wibli aus Schuttertal, überreichen. Zweite
wurden die Black Forest Highlander aus Unterharmersbach, dritte die Heilierer
aus Prinzbach. Unter den Zuschauern erstmals bei den Highland Games dabei war
Petra Krüger-Bick aus Offenburg, die begeistert resümiert: "Ich
bin total hingerissen. So viele schöne starke Mannsbilder, archaisch, diese
muskulösen Waden, die tollen sportlichen Leistungen. Nächstes Jahr bin
ich wieder dabei."
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